Hapkido

Hapkido ist eine koreanische Selbstverteidigungskunst.

Philosophie:

Im Hapkido werden Körper und Geist geschult. Durch das Training lernt man Selbstbeherrschung und dadurch das Nachgeben aus dem Bewusstsein der eigenen Stärke und Fähigkeiten. Hapkido ist eine moderne Selbstverteidigungskunst, die sich ständig weiterentwickelt und wird daher zur Ausbildung von Spezial-Einheiten der Polizei und des Militärs verwendet. Hapkido setzt sich zusammen aus Hap, Ki und Do.

합 HAP bedeutet Harmonie zwischen Körper und Geist. Wenn diese Harmonie besteht, kann der Mensch alles erreichen.

기 KI bezeichnet die Kraft von Geist und Körper. Sie entsteht aus der Konzentration, die sich in Form von Energie auf den Körper überträgt.

도 DO beschreibt den Lebensweg bzw. die Einstellung zum Leben.

 

Geschichte:

Die Wurzeln der modernen koreanischen Kampfkünste liegen 2000 Jahre zurück. Wandermönche brachten den Menschen Kampftechniken, medizinische Grundlagen und klassische Literatur bei. Später ließen Herrscher Ausbildungsstätte errichten, um junge Männer für den Staatsdienst vorzubereiten.

Der Großmeister Choi Yong-Sool begründete nach den zweiten Weltkrieg Hapkido zunächst als „(Hapki) Yu Kwon Sul“. 1957 änderte ein Schüler von Choi, Ju Han-Jae, den Namen auf Hapkido.

 

Prinzipien

Prinzip des Kreises: Charakteristisch am Hapkido sind die kreisförmigen, runden Bewegungen. Damit soll die Kraft des Angreifers aufgenommen, kontrolliert und umgeleitet werden.

Prinzip des Flusses: Ähnlich wie Wasser, sollen Angriffe im Hapkido übernommen und abgewehrt werden.

Prinzip der Einwirkung: Das eigene Verhalten soll das Verhalten des Angreifers beeinflussen. So sollen Angriffe im Ansatz bereits erkannt und verhindert werden.

 

Technik:

Die Ausbildung umfasst zahlreiche Bein-, Schlag-, Hebel-, Wurf- und Waffentechniken.

Im Hapkido findet man waffenlose und bewaffnete Techniken. Der Umgang mit Waffen (z.B. Stock, Gürtel, etc) wird erst Fortgeschrittenen beigebracht. Es finden sich Elemente des japanischen Daitō-ryū Aiki-jūjutsu, des Judos und des koreanischen Taekwondos.

Hapkido ist ein defensives Kampfsystem, da es vornehmlich aus Abwehrtechniken besteht. Weil es als Selbstverteidigung gedacht ist, gibt es keine professionellen Wettkämpfe. Es gibt verschiedene Stile, z.B. Chun-Ki-Hapkido und das Silent-Stream-Hapkido. Im Hapkido gibt es 10 Kup- und 10 Dan-Grade.

Die Techniken sind:

  • Faustschläge (Kwon Sul)
  • Handtechniken (Sugi Sul)
  • Fußtritte (Bal Chagi)
  • Fußtechniken (Yuk Sul)
  • Hebel und Würfe (Hon Shin Sul)
  • Fallschule (Nakbop)
  • Atemtechnik (Ho Hup Bop)
  • Waffentechnik

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